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Labyrinth

Das unter der Leitung von Dipl.-Päd. Lucia Hadrigan und Schülerinnen der 2. Klasse FSB im Jahre 2005 errichtete Labyrinth dient nicht nur zur Dekoration, sondern lädt zur kreativen Inspiration ein, hilft im Fachpraktischen Unterricht für Geschicklichkeitsübungen oder wird zur Entspannung genutzt. Labyrinth

Labyrinthbau im Schulgarten

Das Labyrinth war Jahrtausende hindurch eines der bedeutendsten und geheimnisvollsten Bildsymbole der Menschheit. Kirchenlabyrinthe wie in der Kathedrale von Chatres oder Amiens in Frankreich sind  vielen ein Begriff.

Die Mitte - auch „Jerusalem oder Himmel“ genannt - galt als stellvertretende Reise ins Heilige Land. Ein geheimnisvoller Zauber geht von ihnen aus. Was verbirgt sich hinter diesen Zeichen? Welche uralten Rituale wurden überliefert? Wie kam ein Monster in seine Mitte? Diese spannende Spurensuche führte uns im Unterricht Bildnerische Erziehung in den 2. Klassen der Bundesfachschule für Sozialfberufe zu versunkenen Kulturen und dem Mythos und der Magie des sagenumwobenen Zeichens.

 

Im Mythos wird der Weg durch das Labyrinth auch „Ariadnefaden“ genannt.
"... als Theseus sich aufmachte, gegen den Minotaurus im Labyrinth zu kämpfen, gab im die kretische Prinzessin Ariadne einen Faden mit, damit er wieder aus dem Labyrinth herausfinden konnte ..."
Im Unterricht entstanden viele fantasievolle Illustrationen zu dieser Geschichte und die Idee selbst ein Labyrinth zu bauen.

Frau Direktor Zöchling unterstützte das Projekt und half bei der Planung.

Wichtige Auswahlkriterien müssen berücksichtigt werden:
  • Ein Labyrinth benötigt einen gewissen Freiraum.
  • Der Eingang soll im Westen sein, der Weg führt Richtung Osten, dem Sonnenaufgang.
  • Worauf fällt der Blick, wenn man in der Mitte steht?

Wir entschieden uns für die älteste Form, das Labyrinth von Kreta. Es hat sieben Umgänge, eine Kreuzmitte und eine Kreismitte.

Die Linien werden mit Steinen verlegt und in der Mitte kam ein Sitzstein zum verweilen. Der ideale Platz im Schulgarten konnte mit Hilfe von HR Prof. Franz Rupp, ein Spezialist für Radiästhesie, „gemutet“ werden. Ein Radiästhesist bedient sich der Wünschelrute, um unterirdische Strahlenquellen, wie Wasseradern oder Erdstrahlen aufzufinden oder zu „muten“, stellt Störzonen und gute Plätze fest.
Dank Herrn HR Rupp wurde der kreuzungsfreie Mittelpunkt gefunden und der Bau konnte beginnen. Die Steine lieferte uns Firma Zöchbauer aus Obritzberg.

Anfang Mai wurde von den 2. Klassen der FSB bei herrlichem Wetter das Labyrinth ausgemessen und die Umgänge am Boden markiert, das Verlegen der Steine und Parallelisieren der Linien erforderte Genauigkeit.
Die Schülerinnen arbeiteten sehr motiviert am ersten eigenen Labyrinth.
Das erste Durchschreiten des Labyrinths war für manche ein feierlicher Moment.
 
 
Reflexion der Schülerinnen:
Festigung der Klassengemeinschaft und Training der Teamfähigkeit, Ausdauer und Selbstdisziplin wurden durch den arbeitsintensiven Bau abverlangt.

Es ist das Kennzeichen eines großen Symbols, dass viele Interpretationen darin Platz haben. Das Labyrinth kann daher auch mit sehr  unterschiedlichen Ideen zu sehr unterschiedlichen Zwecken verwendet werden. So ist es auch ein Spielplatz für feiern, tanzen und meditieren. Unser Labyrinth ist eine Bereicherung, ein Lehrmittel im Freien, das im Unterricht und in der Pause genutzt werden soll.

Viele Beispiele das Labyrinth zu nutzen gibt das Praxisbuch mit Kopiervorlagen “Faszination der Labyrinthe“ von Gernot Candolini.

Text: Dipl.-Päd. Lucia Hadrigan